5. Partizipation von Eltern und SchülerInnen

Antragsvoraussetzungen

Qualitätskriterium 1:
Die Beteiligung von Schülern und Eltern an der Gestaltung und Entwicklung von Ganztagsangeboten ist gewollt.

Ausführung, Erklärung

Sowohl Schüler als auch Eltern haben Erwartungen und Bedürfnisse, wenn es um die Gestaltung des Ganztagsangebotes geht. Aus diesem Grund sollten sie auch an der Gestaltung beteiligt sein. Im Gegensatz zur Halbtagsschule verbringen Kinder- und Jugendliche mehr Zeit an einer Ganztagsschule. Mehr Zeit, die auch für Formen der Beteiligung genutzt werden kann:

Eine Ganztagsschule oder Schule mit ganztägigen Angeboten sollte sich daher fragen:
• Werden die Schüler nach ihren Wünschen hinsichtlich der Ganztagsangebote befragt?
• Werden die Eltern nach ihren Wünschen hinsichtlich der Ganztagsangebote befragt?
• Werden die Schüler in die Gestaltung der Ganztagsangebote eingebunden?
• Werden die Eltern in die Gestaltung der Ganztagsangebote eingebunden?
• Sind die Eltern an der Gestaltung des offenen Anfangs beteiligt? Bereiten sie z. B. ein kleines Frühstück/einen Obstsnack zu?
• Gibt es Eltern, die in Vereinen aktiv sind und Angebote gestaltet können oder wollen?

Wie wird eine solcher Beteiligungswunsch seitens der Schule kommuniziert? Durch Aushänge, direkte Ansprache, im Rahmen von Schulfesten etc.?

Weiterführende Informationen

Links:
Was ist Partizipation?

Praxis:
THS Baunatal - Referenzschule für Schülerpartizipation der SAG Hessen

Literatur:
Angelika Eikel / Gerhard de Haan (Hrsg.):
Demokratische Partizipation in der Schule. Ermöglichen, fördern, umsetzen. Schwalbach/Ts: Wochenschau-Verlag 2007.

Arbeitshilfe 09: Partizipation als gelebte Gestaltung des Schulalltags

Qualitätskriterium 2:
Regelmäßige Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülern, Eltern findet statt.

Ausführung, Erklärung

Um Schüler und Eltern in die Gestaltung der Schule einbinden zu können bzw. sie daran teilhaben zu lassen, muss eine regelmäßige und zuverlässige Kommunikation stattfinden. Im Gegensatz zur Halbtagsschule bietet Ganztagsschule zeitlich und inhaltlich andere Möglichkeiten der Beteiligung.

Beispiele:
• Finden in monatlichen Abständen Konferenzen statt? (Gesamtkonferenzen, Stufenkonferenzen…)
• Finden in monatlichen Abständen Steuergruppentreffen statt?
• Finden in monatlichen Abständen Arbeitsgruppentreffen statt? (z. B. Arbeitsgruppe Schulprogramm, Schülerbücherei, Mensa, Schulhofgestaltung, AG-Konzipierung...)
• Finden wöchentlich SV-Sitzungen statt und werden die Ergebnisse zuverlässig in die Klassen getragen?
• Sind die Eltern in der Zeit des offenen Anfangs zum Klassenfrühstück mit eingeladen und können in der Zeit den Austausch mit den Lehrkräften suchen?
• Gibt es andere Formen der Beteiligung, die an unserer Schule umgesetzt werden?

Weiterführende Informationen

Literatur:
Anke Kliewe / Dagmar Schreiber / Katja Witt: Es geht doch um die Kinder: Wenn Eltern und Schule gemeinsame Sache machen… Eine Arbeitshilfe zur Feedback-Kultur.


gelber Pfeil Zu Profil 1 - Partizipation von Eltern und SchülerInnen